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interview mit kerstin mieth

„Witz, Spannung und Herzschmerz“

Kerstin Mieth steht bei „Luthers Entführung“ zum ersten Mal auf einer Theaterbühne. Im Interview erzählt sie von Ameisen im Bauch, Luthers Stärken und Schwächen und ihren Hoffnungen für das Stück. 

Welche Rolle werden Sie in „Luthers Entführung“ spielen und was macht diese aus?

Ich werde Eva darstellen, die in Möhra lebende Tante von Luther. Das ist eine kleine, angenehme Rolle. Luther sieht Möhra immer noch als seine Heimat an und hat ein gutes Verhältnis zu seiner Verwandtschaft. Außerdem ist Eva eine fürsorgliche, aber auch selbstbewusste Person. Sie ist mir sehr sympathisch.

Stellt das Schauspielern für Sie eine besondere Herausforderung dar?

Auf alle Fälle. Bisher habe ich nur Erfahrungen mit Kinder-Theaterstücken gemacht. Dabei sprang ich in den Proben für verschiedene Rollen als Ersatzmann ein, führte ansonsten nur Regie. Nun soll ich eine echte Rolle spielen. Das bedeutet Ameisen im Bauch.

Konnten Sie bereits in der Vergangenheit Erfahrungen auf diversen Bühnen sammeln?

Nicht wirklich. Den einzigen Auftritt auf einer Bühne hatte ich zum Abschluss meiner Spielleiter-Ausbildung.

Was bedeutet es für Sie, mit professionellen Schauspielern wie Jethro D. Gründer, Lutz Schwarze und Friederike Ziegler zusammenzuarbeiten?

Das ist aufregend. Ich fühle mich geehrt, mit Profis spielen zu dürfen und denke, dass ich viel von ihnen lernen kann.

Was halten Sie davon, dass Luther gerade im Jahr des Reformationsjubiläums auf der Theaterbühne in Bad Liebenstein „entführt“ wird?

Wann, wenn nicht jetzt? Das Jubiläum ist die beste Möglichkeit Luthers Arbeit zu würdigen.

Welche Resonanz erhoffen Sie sich für das Theaterstück?

Man könnte zwar meinen, da jetzt überall Luther-Stücke laufen, besteht weniger Interesse an unserem Stück. Ich glaube aber, die Entführung Luthers ist für das Publikum besonders spannend. Schließlich fand die scheinbare Entführung hier im Altensteiner Oberland statt, wo auch das Theaterstück aufgeführt wird. Außerdem wirken Einheimische im Stück mit. Das wird deren Familien, Freunde, Bekannte und hoffentlich auch viele weitere Interessierte anziehen.

Was ist das Besondere an „Luthers Entführung“?

Dieses Stück ist keine Lobeshymne auf Luther oder eine Belehrung des Publikums. Es zeigt einen kleinen Lebensabschnitt Luthers mit seinen Höhen und Tiefen. Nicht nur Luthers Stärken werden dargestellt, sondern auch seine Schwächen. Das Ganze mit Witz, Spannung und Herzschmerz.

Denken Sie, dass die intensive Probenphase vor der Premiere Aufregung und Lampenfieber nehmen können?

Das hoffe ich ganz sehr. Schon bei dem Gedanken daran kribbelt es in meinem Bauch.

Die Fragen stellte Felix Rappsilber.

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