Tel.: +49 (0) 36961 - 69 320

interview mit chorleiterin sandra erbe-grozdanic

Interview mit Chorleiterin Sandra Erbe-Grozdanic „Musik ist das beste Labsal“ – Martin Luther

Auch das Labsal Musik spielt bei „Luthers Entführung“ eine entscheidende Rolle. Daher wirkt der Verein Musik verbindet e. V. unter der Leitung von Sandra Erbe-Grozdanic an der musikalischen Umrahmung des Theaterstücks mit.

Wie leicht fiel Ihnen die Entscheidung, ob Ihr Chor bei „Luthers Entführung“ mitwirken soll?

Ich habe mich sofort sehr über dieses Angebot gefreut, war begeistert und sagte sofort zu. Meine Begeisterung musste ich nur noch auf den Chor übertragen. Zwar hatte ich anfangs Schwierigkeiten, alle Chormitglieder davon zu überzeugen, mitzuwirken, doch jetzt sind fast alle dabei und freuen sich riesig auf die Proben und Aufführungen.

Sehen Sie in dem Theaterprojekt für CHORios eine besondere Herausforderung?

Ja, auf jeden Fall. Das ist etwas völlig anderes und sehr komplex. Wir proben zwar immer sehr anspruchsvolle Lieder mit unterschiedlicher Choreographie, aber als Chor in einem Theaterstück mitzuspielen, wird für sehr viele Mitglieder ein unvergessliches Erlebnis sein. Wir stehen nämlich nicht nur als Chor auf der Bühne, sondern jeder Einzelne wird neben dem Gesang auch eine individuelle Rolle übernehmen. Ich denke, das wird uns als Chor noch mehr verbinden.

Werden Ihnen die vielseitigen Bühnenerfahrungen, die Sie bereits gesammelt haben, eine Hilfe sein?

Egal, wie oft man auf der Bühne steht oder vor Publikum singt, das berühmte Lampenfieber ist immer da. Ich denke, dass wir uns gegenseitig Sicherheit geben werden. Im Prinzip bildet der Chor den größten Teil der Darsteller auf der Bühne und ich denke, dass das für viele unserer Mitglieder sehr beruhigend ist. Ich habe jedenfalls allen meinen Sängerinnen und Sängern gesagt, dass sie diesen Moment auf der Bühne voll und ganz genießen sollen.

Wie viele Sängerinnen und Sänger umfasst der Chor?

Der gemischte Erwachsenenchor namens CHORios umfasst mittlerweile zirka 50 Sängerinnen und Sänger. Allerdings könnten wir noch ein paar männliche Sänger gebrauchen! In der Regel schwankt die Anzahl der Mitglieder auf der Bühne zwischen 45 und 50 Mitgliedern.

Welches Altersspektrum ist in CHORios vereint?

Normalerweise nehmen wir Jugendliche ab 16 Jahren auf. Nach oben gibt es keine Altersgrenze. Noah ist mit seinen 13 Jahren der Jüngste, die älteste Sängerin ist 76 Jahre alt. Ansonsten gibt es noch den Kinderchor, die Little Socks, die auch mitwirken. Aber nur ein Teil des Kinderchores wird auf der Bühne stehen.

Was reizt Sie besonders an der Doppelrolle – Gesang und Schauspiel – auf der Bad Liebensteiner Theaterbühne?

Der besondere Reiz besteht darin, mit Profis zu arbeiten, dem Regisseur, dem Intendanten, dem Kostümbildner. Besonders hervorheben möchte ich Herrn Christoph Neumann, mit dem ich zusammen schon ein paar gute Ideen hatte, was den musikalischen Part angeht. Verlockend sind natürlich die Kostüme, die die Chormitglieder tragen werden. Auch ein Teil einer Eigenproduktion sein zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes. Dass wir schauspielern dürfen, ist für viele von uns eine sehr große Herausforderung. Doch ich bin mir fast sicher, dass danach das Einstudieren der neuen Chorlieder ein Klacks werden wird, weil wir schauspielern, singen und performen können.

Welche Resonanz erhoffen Sie sich für das Theaterstück?

Ich hoffe natürlich, dass es eine große Resonanz gibt und wir werden alle unser Bestes geben. Viele unserer Familienmitglieder, Angehörigen, Freunde und Bekannten werden die Vorstellung besuchen. Ich hoffe, dass es auch im Nachgang Möglichkeiten gibt, Vorstellungen für Schulklassen zu geben, um sie an das Thema Luther heranzuführen.

Wie aufgeregt sind die Mitglieder von CHORios?

Alle sind schon sehr aufgeregt: Einige wollen schon jetzt am liebsten mit den Proben beginnen, aber wir fangen erst an, wenn die Schule wieder losgeht – Mitte August – und dann werden wir mit den Liedern anfangen, die ausschließlich in „Luthers Entführung“ vorkommen werden.

Denken Sie, dass das intensive gemeinsame Arbeiten während der Proben und der Vorstellungen Ihre Chorgemeinschaft stärkt?

Ja, davon bin ich überzeugt! Ich denke, dass es sogar einige Überraschungen geben wird, was das schauspielerische Talent einiger Chormitglieder angeht. Allerdings kann ich mit Stolz sagen, dass wir schon jetzt eine eingeschworene Gemeinschaft sind, in jeder Probe viel Spaß haben und vor allem auch danach – beim gemütlichen Beisammensein. Zu unserer diesjährigen Chorfahrt werden wir ins Laszivo fahren und einem musikalischen Kabarett beiwohnen.

Die Fragen stellte Felix Rappsilber.

© 2017 Bad Liebenstein GmbH

Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete: