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interview mit christoph martin neumann

Christoph Martin Neumann, Pfarrer in Ruhestand, ist maßgeblich an der Planung von „Luthers Entführung“ beteiligt gewesen.

Welche Rolle wirst du besetzen und welche wesentlichen Charakterzüge besitzt diese?

Ich bin im Schauspiel „Luthers Entführung“ der Bänkelsänger. Also gewissermaßen der rote Faden, der durch das Stück führt.

Warum hast du dich dazu entschlossen, bei diesem Theaterstück mitzuspielen?

Ich habe mich entschlossen mitzuspielen, weil mich das Thema interessiert. Von 1989 bis 2009 war ich Pfarrer im Lutherstammort Möhra. Mein Vorgänger Hans-Peter Felber hatte sich 1983 für den Gottesdienst am 4. Mai im Glasbachgrund das „Bänkellied vom Überfall im Glasbachgrund“ ausgedacht, das ich noch heute bei Führungen in der Lutherkirche präsentiere.

Wie ist es für dich, gerade auch wegen deiner Arbeit als Pfarrer, im Jahr 2017 die Geschichte Luthers mit zu erzählen?

Die Feierlichkeiten zur Lutherdekade erreichen 2017 ihren Höhepunkt. Wir hier in der Region haben den Vorteil, dass wir bis 2021 planen können. Wir brauchen nur an die Schein-Gefangennahme Luthers und seine Übersetzung des Neuen Testaments in den letzten 10 Wochen seines Aufenthalts auf der Wartburg denken. Dass ich als Pfarrer i. R. diese Geschichte mit erzählen kann, ist für mich etwas Besonderes.

Besitzt du bereits diverse Erfahrungen auf Theaterbühnen?

Erfahrungen auf Theaterbühnen besitze ich nicht. Aber wenn es in meinem Beruf etwas zu schauspielern gab, oder mit Kindern Theaterstücke einzuüben, dann war ich immer dabei. Außerdem musizierte ich schon vor Jahrzehnten in verschiedenen Bands und anderen Formationen und bin heute noch als Liedermacher unterwegs. Das schult. Johann Wolfgang von Goethe wusste davon, wenn er seinen Faust sagen lässt: „Ich hab’ es öfters rühmen hören, ein Komödiant könnt’ einen Pfarrer lehren.“  

Welche Resonanz erhoffst du dir für das Theaterstück?

Ich erhoffe mir, dass die Menschen gern hierher nach Bad Liebenstein kommen und ihre Freude an dem Schauspiel haben. Wenn sie sich an manchem reiben, was sie hören und sehen, dann ist das gut.

Was ist das Besondere an „Luthers Entführung“?

Das Besondere an dem Theaterstück ist, dass Jethro D. Gründer auf seine Weise an die Historie herangeht. Er weiß als erfahrener Stückeschreiber, dass der Inhalt die Herzen der Menschen erreichen muss, dass sie lachen und weinen können. Das Besondere ist aber auch, dass er selber den Luther spielt.

Was bedeutet es für dich, mit professionellen Schauspielern wie Jethro D. Gründer, Lutz Schwarze und Friederike Ziegler zusammenzuarbeiten?

Da ich ja nicht im Dialog mit den Schauspielern bin, habe ich eine etwas andere Rolle, von der ich vorhin sprach. Gespannt bin ich aber auf jeden Fall, wie der Text, den ich ja schon kenne, von ihnen mit Leben erfüllt wird. 

Die Fragen stellte Felix Rappsilber.

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